19. März 2025
30. Hilfstransport gestartet - Infos auch im Radio
30. Hilfstransport gestartet
Spenden aus Hainichen und Zwickau auf dem Weg in die Ukraine
Hainichen. Die Zahl klingt unglaublich. Aber seit dem Kriegsausbruch in
der Ukraine vor 3 Jahren haben es der Verein Communitas und dessen
zahlreiche Helfer geschafft, 30 große Sattelzüge mit Hilfsgütern zu
entsenden. Am Mittwoch wurde der "Jubiläums-Lkw" beladen.
Spenden aus Hainichen und Zwickau auf dem Weg in die Ukraine
Hainichen. Die Zahl klingt unglaublich. Aber seit dem Kriegsausbruch in
der Ukraine vor 3 Jahren haben es der Verein Communitas und dessen
zahlreiche Helfer geschafft, 30 große Sattelzüge mit Hilfsgütern zu
entsenden. Am Mittwoch wurde der "Jubiläums-Lkw" beladen.
Ein trauriges Jubiläum angesichts dessen, dass die Hilfstransporte
aufgrund des anhaltenden Krieges noch immer notwendig sind. Aber dennoch
auch ein Jubiläum, auf das die Organisatoren, ehrenamtlichen Helfer und
Spender stolz sein können. Denn in Zahlen wurden insgesamt rund 3000
Kubikmeter Spenden gesammelt, sortiert, verpackt, verladen,
transportiert, in der Ukraine wieder entladen und schließlich an
Bedürftige verteilt. Würde man diese Menge in 1-Kubikmeter-Boxen
stecken, ergäbe dies eine Länge von drei Kilometern. Rund 420 Tonnen
Last wurden transportiert.
Der am Mittwoch beladene Lkw hatte unter anderem mehr als 30 Betten aus
einem Hotel inklusive Lattenrost, Matratze und Nachtschränkchen an Bord.
Zudem wurden 16 Krankenhausbetten, drei Beatmungsgeräte, ein knappes
Dutzend Fahrräder, fast 100 Rollstühle, Rollatoren und Gehhilfen, über
40 Matratzen und mehr als 200 Kartons mit Kleidung und Hygieneartikeln
verladen. Bereits am Wochenende soll der Sattelzug in Lutsk im
Nordwesten der Ukraine eintreffen. Dann beginnt umgehend die Verteilung.
Dazu werden die Sachspenden auf viele kleine Fahrzeuge und Transporter
verteilt und in all jene Regionen gebracht, in denen entweder
Flüchtlinge unterkommen oder in denen gar wie in Charkiw, Luhansk oder
Donezk noch immer Menschen inmitten oder nahe des Kampfgebietes leben.
Mit im Boot sind seit kurzem auch ehrenamtliche Helfer aus Zwickau. Der
Freundeskreis aus Deutschen und Ukrainern hatte lange Zeit selbst
Krankenhausbedarf gesammelt und in Eigenregie mit kleineren Fahrzeugen
in die Ukraine gebracht. Da dies nun kaum noch möglich ist, wandten sich
die Zwickauer nun an den Hainichener Verein Communitas. Kurzerhand
wurden die in Zwickau lagernden Krankenhausbetten, Rollstühle, Gehhilfen
und Beatmungsgeräte mit Kleintransportern in die Gellertstadt gebracht
und am Mittwoch mit verladen. Und der nächste Schritt ist bereits
geplant. So sind die Zwickauer Ehrenamtlichen gerade in Gesprächen mit
einer Klinik im Raum Zwickau, die rund 60 ausrangierte Krankenhausbetten
abzugeben hat. Sollte dies klappen, wären in Kombination mit anderen
Spenden die nächsten drei Sattelzüge für die Ukraine bereits gefüllt.
Für das Team um Thomas Kretschmann - der neben dem Verein Communitas
mit seiner Frau Raminta auch die Firma Naturbrennstoffe Kretschmann OHG
leitet und mit dieser die Räumlichkeiten und Technik für das
Spendenlager bereitstellt - steht nun aber erst einmal ein anderes Event
an. Am 5. April wird es das traditionelle "Große Angrillen" in
Hainichen geben, zu dem die Besucher nicht nur Spiel, Spaß und
Kulinarisches erleben, sondern auch auch Spenden für die Hilfstransporte
abgeben können.
Spendenannahme: Spenden werden wochentags von 9-17 Uhr und samstags
9-11 Uhr im Spendenlager bei der Hainichener Firma Naturbrennstoffe
Kretschmann, Friedrich-Gottlob-Keller-Siedlung 27a, angenommen.
Geldspenden können im Lager gegen Quittung abgegeben oder auf das
Spendenkonto des Vereins Communitas bei der Sparkasse Mittelsachsen,
IBAN DE54 8705 2000 3330 0100 01, überwiesen werden. Weitere
Informationen gibt es unter www.Communitas-Hainichen.de
im Internet oder telefonisch unter 037207-655687 bei der Firma
Naturbrennstoffe.
Anmerkung: Der Audiobeitrag ist leider nicht mehr in der MDR Mediathek abrufbar. Wir haben den Link daher entfernt.