36 m² Offenstall - Fragen und Antworten
Frage unserer Kundin:
Sehr geehrte Damen und Herren, gerne möchten wir den Offenstall unserer 4 Pferde mit Miscanthus-Pellets oder Strohpellets mit Raps einstreuen. Die Pferde sind Huster und ich vermute, dass es mit der bisherigen Einstreu (Miscanthus-Häcksel in kleinen Häckseln) und der damit schlechten Stallhygiene zusammen hängen könnte. Dieser hat eine überdachte, gepflasterte Fläche von ca. 36 qm. Können Sie mir bitte sagen, was Sie für Mengen für die Ersteinstreu und die wöchentliche Nachstreu empfehlen würden? Bisher verwenden wir Miscanthus-Häcksel und diese saugen leider schlecht auf, sodass der Stall nach Ammoniak riecht und ich alle drei Tage die gesamte Matratze herausnehmen muss, da sie komplett durchnässt ist und riecht. Und würden Sie empfehlen das Miscanthus mit dem Plocher Rotteförderer zu versetzen, bzw. die Einstreu mit Steinmehl, Pflanzenkohle, Muschelkalk oder EM zusätzlich zu arbeiten? Über eine Rückmeldung wäre ich Ihnen sehr dankbar. Mit freundlichen Grüßen
Unsere Antwort:
Hallo,
vielen Dank für die Anfrage. Ich versuche mal, alles zu
beantworten:
1.
Miscanthus-Häcksel gibt es als nicht-entstaubt im BigBags (werden
wir aus dem Sortiment nehmen, da die Pferde immer empfindlicher
reagieren) und entstaubt in Ballen (behalten wir im Sortiment
aufgrund der Nachfrage. Ich bin aber eher Fan von Pellets.)
2.
Bei Pellets (egal welcher Art) braucht ihr 15kg (1 Sack)
Grundeinstreu pro Quadratmeter. Wären bei 36 qm dann 36 Säcke =
540kg.
Hinzu kommt eine Nachstreu von 2-4 Säcken pro Pferd und Monat. Bei
4 Pferden also im besten Fall 8 Säcke = 120kg und im schlechtesten
Fall 16 Säcke = 240kg.
Mit 1 Palette (960kg = 64 Säcke) solltet ihr also Grundeinstreu +
Nachstreu 2 bis 3 Monate hinkommen.
3.
Pelletart ... Miscanthus ist da sehr beliebt. Es saugt mit am
besten. Ist aber durch die 19% Mehrwertsteuer auch teurer. (Wenn
man es als Brennstoff bestellt, sind es nur 7%, Vater Staat
leistet volle Arbeit :) ;)
Holzpellets sind auch sehr gut. Es müssen aber spezielle sein, die
nicht mit Maisstärke besprüht sind, da diese verklumpt an den
Hufen. Zudem wollen nicht alle Bauern und Biogasanlagen Holz.
Strohpellets und Strohgranulat (gehäckselte Strohpelelts) sind
sehr beliebt und auch kostengünstig. Mitunder werden sie
gefressen. Dagegen haben wir aber Strohpellet und Granulat mit einer
Rapsstroh-Beimischung. Das macht es bitter und weniger attraktiv.
4.
Für Neueinsteiger empfehlen wir immer eine Mixpalette, die wir
nach Absprache zusammenstellen. Bei einer Stallfläche von 36
Quadratmetern ist es kein Problem, 2 oder gar 3 Pellets-Arten
parallel zu testen. Wenn sie sich an den Übergängen vermischen,
ist das kein Problem. Nach dem Test ist dann klar, was am besten
passt.
5.
Rotteförderer (wir haben Plocher) nach Bedarf. Ist nicht zwingend
notwendig. Eher noch im Sommer, wenn es warm ist und die Fliegen
überhand nehmen. Der flüssige bringt Bakterien mit und wird in der
Regel bevorzugt. Er kann entweder mit Wasser transportiert werden
oder man benetzt Pellets in einem Eimer oder Bottich damit und
verteilt diese über die Box. Dosierungsanleitung steht auf dem
Behälter und bei uns im Shop beim Produkt.
Wir unterbreiten euch gern nach euren Bedürfnissen ein Angebot für
eine Mixpalette. Und wenn ihr noch weitere Fragen habt, sind wir
gern für euch da :)
Thomas